b3b6b702d1
- publish_gatekeeper.py (neues Gatekeeper-System) - 4 Premium-Artikel: Veggie Match, Berlin 1960, Wild Tiled West, Scream Park - Alle kumulierten Artikel, Scripts, Medien und Caches
54 lines
16 KiB
JSON
54 lines
16 KiB
JSON
[
|
||
{
|
||
"title": "Schwarz-rote Koalition einigt sich auf umfassendes Reformpaket für Wachstum und Beschäftigung",
|
||
"teaser": "Nach monatelangem Ringen haben sich die Spitzen von CDU, CSU und SPD im Koalitionsausschuss auf ein großes Reformpaket geeinigt. Kernpunkte sind Steuerentlastungen von 10 Milliarden Euro für untere und mittlere Einkommen, eine Anhebung der Reichensteuer auf 47 Prozent, strengere Krankschreibungsregeln sowie Maßnahmen zum Bürokratieabbau. Kanzler Merz sprach von einem 'großen Sprung nach vorn', während Gewerkschaften und Opposition das Paket scharf kritisierten.",
|
||
"tags": ["Deutschland", "Koalition", "Reformpaket", "Steuerreform", "Union", "SPD", "Merz", "Klingbeil"],
|
||
"sources": [
|
||
{"name": "tagesschau.de", "url": "https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/koalitionsausschuss-reformen-102.html"},
|
||
{"name": "zeit.de", "url": "https://www.zeit.de/politik/deutschland/2026-07/union-spd-koalitionsausschuss-reformpaket-liveblog"},
|
||
{"name": "dw.com", "url": "https://www.dw.com/en/german-coalition-agrees-on-sweeping-reform-package/a-77805373"}
|
||
],
|
||
"fulltext": "Koalitionsausschuss: Einigung auf Paket für Wachstum und Beschäftigung. Die Spitzen von CDU, CSU und SPD haben sich nach ARD-Informationen auf ein umfassendes Paket für Wachstum und Beschäftigung verständigt. Die Einigung umfasst eine Reform der Einkommenssteuer, eine Reform von Arbeitsmarktregelungen und Maßnahmen zum Bürokratieabbau. Die vier Parteivorsitzenden Friedrich Merz (CDU), Markus Söder (CSU), Bärbel Bas und Lars Klingbeil (beide SPD) gaben die Details am Morgen in einer Pressekonferenz bekannt. Der Koalitionsausschuss tagte ab Mittwochnachmittag rund acht Stunden. Von etwa 30 Punkten war in Verhandlungskreisen die Rede. Die Steuer war der letzte noch verhandelte Punkt. Strittig war, ob es eine substanzielle Entlastung von kleinen und mittleren Einkommen geben kann. Die SPD wollte Wohlhabende und Besserverdienende stärker belasten. Führende Unionspolitiker waren zu einer Anhebung der Reichensteuer bereit, lehnten aber eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes und der Erbschaftssteuer ab. Kernpunkte des Reformpakets: Steuerentlastungen von 10 Milliarden Euro für untere und mittlere Einkommen. Familien mit Kindern erhalten bis zu 600 Euro jährliche Entlastung ab 2028 durch Anhebung von Grundfreibetrag, Kinderfreibetrag, Kindergeld und Arbeitnehmerpauschbetrag. Der Spitzensteuersatz von 42% wird nicht angehoben, aber die Einkommensgrenze, ab der er greift, wird erhöht. Die Reichensteuer steigt von 45% auf 47% ab einem Jahreseinkommen von 280.000 Euro. Keine neuen Steuern: keine Erhöhung von Erbschafts- oder Vermögensteuer. Beim Bürokratieabbau werden Berichtspflichten gegenüber staatlichen Stellen pauschal aufgehoben, Ausnahmen müssen künftig begründet werden. Betriebliche Beauftragte entfallen, sofern nicht EU-Recht verlangt. Die Steuererklärung soll vereinfacht werden. Per Bundesgesetz wird die Verstaatlichung privater Mietwohnungsbestände durch Vergesellschaftungsgesetze auf Landesebene unterbunden. Beim Arbeitsmarkt: weniger Kündigungsschutz für Hochverdiener, keine Einigung bei der Arbeitszeitreform. Die Rentenreform-Gesetze sollen bis Jahresende abgeschlossen sein. Ein Aktionsplan gegen Sozialleistungsmissbrauch soll noch im Juli ins Kabinett. Reaktionen: Deutsche Bank CEO Christian Sewing nannte das Paket einen 'sehr gelungenen Ausgangspunkt'. Verdi-Chef Frank Werneke kritisierte die Krankschreibungsregeln scharf als 'Ausdruck einer Kultur des Misstrauens'. IG Metall sprach von einem 'Sammelsurium aus Licht und Schatten'. Die Grünen nannten es ein 'Misstrauensvotum gegen die Bürger'. Die Linkspartei verurteilte es als 'Programm des Misstrauens und der Ahnungslosigkeit'."
|
||
},
|
||
{
|
||
"title": "Massive russische Luftangriffe auf Kiew: Mindestens 13 Tote und 86 Verletzte",
|
||
"teaser": "Russland hat in der Nacht zum 2. Juli 2026 die schwerste Angriffswelle seit Kriegsbeginn auf die ukrainische Hauptstadt Kiew geflogen. Mit knapp 500 Drohnen sowie Dutzenden Raketen und Marschflugkörpern wurden alle zehn Stadtbezirke getroffen, mehrere Wohnhäuser und ein Hotel komplett zerstört. Präsident Selenskyj hatte zuvor vor einem von Putin 'seit geraumer Zeit' vorbereiteten Großangriff gewarnt und seinen Irland-Besuch abgebrochen.",
|
||
"tags": ["Ukraine", "Russland", "Kiew", "Luftangriffe", "Krieg", "Drohnen", "Selenskyj", "Putin"],
|
||
"sources": [
|
||
{"name": "tagesschau.de", "url": "https://www.tagesschau.de/ausland/europa/ukraine-angriff-120.html"},
|
||
{"name": "dw.com", "url": "https://www.dw.com/en/russia-launches-attacks-on-kyiv-killing-at-least-27-and-injuring-scores/a-77794194"}
|
||
],
|
||
"fulltext": "Ukraine meldet massive russische Luftangriffe – mehrere Tote. In der Nacht zum 2. Juli 2026 wurde die Ukraine Ziel einer außergewöhnlich heftigen russischen Angriffswelle mit Kampfdrohnen, Raketen und Marschflugkörpern. Besonders betroffen war die Hauptstadt Kiew, wo alle zehn Stadtbezirke getroffen wurden. Auch Städte wie Saporischschja, Pawlohrad, Sumy und Charkiw meldeten Luftalarm und Explosionen. In Kiew gab es mindestens 13 Tote und 86 Verletzte, darunter mindestens zwei Kinder und ein Sanitäter, laut Bürgermeister Vitali Klitschko. Mehrstöckige Gebäude, darunter ein Hotel, brannten; mehrere Wohnhäuser wurden komplett zerstört. Der Leiter der Militärverwaltung Kiews, Tymur Tkatschenko, warf Russland eine gezielte Attacke auf Wohngebiete und Zivilisten vor. Zahlreiche Linien des öffentlichen Nahverkehrs änderten wegen Schäden oder Aufräumarbeiten ihre Routen. Bewohner suchten in U-Bahn-Stationen Zuflucht, viele schlugen dort Zelte auf. Laut ukrainischem Militär setzten die Angreifer knapp 500 Drohnen sowie Dutzende Raketen und Marschflugkörper ein. Noch am Mittwochnachmittag hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj vor einem 'Großangriff' auf die Hauptstadt gewarnt, den der russische Präsident Wladimir Putin 'seit geraumer Zeit' vorbereite. Selenskyj verkürzte deshalb seinen Aufenthalt in Dublin, wo er den Beginn der sechsmonatigen EU-Ratspräsidentschaft Irlands besucht hatte. Das russische Militär erklärte über Social-Media-Kanäle, einen 'massiven Angriff' ausgeführt zu haben, der Einrichtungen der Rüstungs- und Energiewirtschaft in Kiew und Umgebung sowie Militärflugplätze getroffen habe. Der Angriff sei eine Reaktion auf ukrainische Attacken gegen zivile Infrastruktur auf russischem Staatsgebiet. Zugleich meldete Russland den Abschuss von 327 ukrainischen Drohnen über zahlreichen Regionen. Eine Studie des Zentrums für Strategische und Internationale Studien (CSIS) in Washington kommt zu dem Ergebnis, dass die kombinierten russischen und ukrainischen Verluste zwei Millionen überschritten haben – davon ca. 1,4 Millionen auf russischer Seite. Das Verhältnis russische zu ukrainische Verluste lag im ersten Halbjahr 2026 geschätzt bei 8:1, was auf den verstärkten und äußerst wirkungsvollen Einsatz ukrainischer Kampfdrohnen zurückgeführt wird."
|
||
},
|
||
{
|
||
"title": "Bundesanwaltschaft erhebt erste Anklage im Nord-Stream-Sabotagefall – Ukraine soll Auftraggeber sein",
|
||
"teaser": "Generalbundesanwalt Jens Rommel hat Anklage gegen den ukrainischen Ex-Elitesoldaten Serhii K. wegen der Sprengung der Nord-Stream-Pipelines erhoben. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Sabotage 'in fremdstaatlichem Auftrag' – also im Auftrag ukrainischer Staatsstellen – durchgeführt wurde. Der Beschuldigte soll sich in abgehörten Telefonaten aus der Haft selbst belastet haben; der Prozess soll im Herbst vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht Hamburg beginnen.",
|
||
"tags": ["Nord Stream", "Sabotage", "Ukraine", "Bundesanwaltschaft", "Anklage", "Pipeline", "Russland", "Kriegsverbrechen"],
|
||
"sources": [
|
||
{"name": "tagesschau.de", "url": "https://www.tagesschau.de/investigativ/anklage-nordstream-ukraine-russland-100.html"},
|
||
{"name": "dw.com", "url": "https://www.dw.com/en/nord-stream-blast-ordered-by-ukraine-say-german-prosecutors/a-77798230"},
|
||
{"name": "zeit.de", "url": "https://www.zeit.de/politik/deutschland/2026-06/nord-stream-prozess-pipeline-ukraine-hamburg-sabotage"}
|
||
],
|
||
"fulltext": "Erste Anklage gegen mutmaßlichen Nord-Stream-Saboteur. Generalbundesanwalt Jens Rommel hat im Fall der gesprengten Nord-Stream-Pipelines Anklage gegen einen Ukrainer, Serhii K., erhoben. Die Anklage lautet auf Angriff auf zivile Energieinfrastruktur (Kriegsverbrechen nach Völkerstrafrecht), Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion und Sachbeschädigung. K. soll eine siebenköpfige Crew angeführt haben, die im September 2022 die Leitungen am Grund der Ostsee gesprengt hat. Er war früherer Elitesoldat der ukrainischen Spezialkräfte im Offiziersrang mit Führungsverantwortung. Der Bundesgerichtshof (BGH) stellte fest, dass die Tat hochwahrscheinlich 'in fremdstaatlichem Auftrag' im Rahmen einer geheimdienstlichen Operation durchgeführt wurde – also im Auftrag ukrainischer Staatsbehörden. Die Beweislast gegen K. soll erdrückend sein: Er belastete sich in abgehörten Telefonaten aus der Auslieferungshaft in Italien selbst, und auf seinem Mobiltelefon fanden sich belastende Spuren. BKA und Bundespolizei wiesen Spuren von Militärsprengstoff (Hexogen, Oktogen) auf der Segeljacht Andromeda nach. Am 26. September 2022 detonierten die mit Zeitzündern versehenen Sprengsätze und zerstörten drei der vier Stränge der Pipelines Nord Stream 1 und Nord Stream 2. Nord Stream 1 hatte vor dem Krieg mehr als 50% des russischen Gases nach Deutschland geliefert; Nord Stream 2 war noch nicht in Betrieb. Sieben Tatverdächtige wurden identifiziert; ein Soldat starb im Krieg gegen Russland. Als Drahtzieher gilt Roman Tscherwinsky, ein ehemaliger ukrainischer Geheimdienstoffizier, der eine Beteiligung bestreitet. Angeblich genehmigt von Valerii Zaluzhnyi, dem früheren ukrainischen Armeechef, der dies ebenfalls bestreitet. Präsident Selenskyj erklärte: 'Ich bin Präsident, und ich gebe entsprechende Befehle. Nichts dergleichen hat die Ukraine getan. Ich würde nie so handeln.' Die Saboteure betrachteten die Pipelines als legitimes militärisches Ziel nach der russischen Invasion. Die Verteidigung argumentiert mit funktioneller Immunität – K. habe als Soldat in einem Krieg gegen Russland gehandelt. Der BGH wies dies zurück. Der Prozess soll im Herbst vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht Hamburg beginnen. Ein zweiter Tatverdächtiger, der Taucher Wolodymyr S., wurde in Polen festgenommen, doch ein polnisches Gericht verweigerte die Auslieferung mit der Begründung, der Anschlag sei eine militärische Aktion im Krieg gewesen und Deutschland sei nicht zuständig. Polens Ministerpräsident Donald Tusk erklärte: 'Es liege nicht im Interesse Polens, den Mann auszuliefern.'"
|
||
},
|
||
{
|
||
"title": "EuGH bestätigt Rekordstrafe: Google muss 4,1 Milliarden Euro an die EU zahlen",
|
||
"teaser": "Der Europäische Gerichtshof hat die bislang höchste Wettbewerbsstrafe der EU-Kommission gegen Google endgültig bestätigt. Der Technologiekonzern muss 4,1 Milliarden Euro zahlen, weil er Herstellern von Android-Smartphones illegale Beschränkungen auferlegt hatte, um die Marktdominanz seiner Suchmaschine zu stärken. Google hatte die Strafe angefochten, unterlag nun aber in letzter Instanz.",
|
||
"tags": ["Google", "EuGH", "EU", "Wettbewerbsstrafe", "Android", "Alphabet", "Kartellrecht", "Rekordstrafe"],
|
||
"sources": [
|
||
{"name": "tagesschau.de", "url": "https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/google-rekordstrafe-eu-100.html"},
|
||
{"name": "tagesschau.de", "url": "https://www.tagesschau.de/ausland/europa/eu-geldstrafe-google-102.html"}
|
||
],
|
||
"fulltext": "Niederlage vor EuGH: Google muss EU-Rekordstrafe zahlen. Es ist die bislang höchste Wettbewerbsstrafe, die die EU-Kommission jemals verhängt hat: Google muss 4,1 Milliarden Euro wegen Praktiken rund um das Handy-Betriebssystem Android zahlen, wie der EuGH nun bestätigte. Die Alphabet-Tochter habe Herstellern von Android-Smartphones und Mobilfunkanbietern illegale Beschränkungen auferlegt, um die Marktdominanz seiner Suchmaschine zu stärken, bestätigten die Richterinnen und Richter in Luxemburg. Das EU-Gericht habe in seiner Beurteilung keine Fehler gemacht. Ursprünglich hatte die EU-Kommission 2018 eine Geldbuße von 4,3 Milliarden Euro verhängt. Das Gericht der EU reduzierte sie 2022 auf 4,1 Milliarden Euro, weil die Kommission bei einem Teilaspekt – Zahlungen an große Hersteller für die exklusive Vorinstallation der Google-Such-App – den Verstoß nicht ausreichend nachgewiesen und Google kein rechtliches Gehör gewährt hatte. Google legte Rechtsmittel ein, doch der EuGH bestätigte das Urteil des Gerichts. Die illegalen Praktiken: Seit 2011 mussten Smartphone-Hersteller wie Samsung, die den Google Play Store auf Android-Geräten anbieten wollten, ein Paket von 11 Apps vorinstallieren, darunter Chrome-Browser und Google-Suche. Dies stellte sicher, dass der Internetverkehr auf diesen Geräten über Googles Suchmaschine lief, was die marktbeherrschende Stellung schützte und Werbeeinnahmen maximierte. Zudem war es Herstellern verboten, Geräte mit alternativen, nicht von Google genehmigten Android-Versionen zu verkaufen. Google änderte seine Praktiken nach der Strafe: Hersteller können nun einzelne Google-Dienste ohne Chrome oder Suche installieren. Google hatte argumentiert, die Bündelung sei notwendig gewesen, um Einnahmen aus der Investition in Android zu erzielen. Die EU-Kommission hat Google und Alphabet seit 2018 bereits mit mehreren Wettbewerbsstrafen in Gesamthöhe von rund acht Milliarden Euro belegt. Ein schwedisches Gericht verurteilte Google zudem am 30. Juni 2026 zu 1,3 Milliarden Euro Schadensersatz wegen Benachteiligung von Preisvergleichsportalen."
|
||
},
|
||
{
|
||
"title": "USA blockieren offenbar UN-Unterstützung für Friedensmission in Somalia",
|
||
"teaser": "Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump will die logistische Unterstützung der Vereinten Nationen für die Friedensmission der Afrikanischen Union in Somalia ab 2027 blockieren. Interne Regierungsdokumente belegen, dass Washington die rund 12.000 Soldaten starke Mission nicht länger mittragen will – was nach Einschätzung von Diplomaten das Ende der Mission bedeuten dürfte. Die USA haben bisher fast zwei Milliarden Dollar zu der Mission beigetragen.",
|
||
"tags": ["USA", "Somalia", "Friedensmission", "UNO", "Afrikanische Union", "Trump", "Al-Shabaab", "Sicherheitspolitik"],
|
||
"sources": [
|
||
{"name": "spiegel.de", "url": "https://www.spiegel.de/ausland/usa-blockieren-offenbar-friedensmission-in-somalia-a-834f6906-3978-443a-95f5-85f3d28f9109"}
|
||
],
|
||
"fulltext": "USA blockieren offenbar Friedensmission in Somalia. Die US-Regierung wird ab nächstem Jahr die UN-Unterstützung für die Friedensmission der Afrikanischen Union (AU) in Somalia blockieren. Zwei interne US-Regierungsdokumente vom 1. Juli, die Reuters vorliegen, bestätigen diesen Schritt. Die Mission umfasst rund 12.000 Soldaten und ist stark von der UN-Logistik (Nahrung, Treibstoff, medizinische Versorgung) abhängig. Diplomaten schätzen, dass dieser Schritt wahrscheinlich das Ende der Mission bedeutet. Die USA haben fast zwei Milliarden Dollar zu UNSOS und Vorgängermissionen beigetragen. Das UNSOS-Budget beträgt rund 500 Millionen Dollar jährlich, das AU-Missionsbudget für 2025 rund 190 Millionen Dollar – bereits mit massiver Finanzierungslücke. Die US-Regierung habe zwar keine Einwände gegen eine Verlängerung des Mandats durch den UN-Sicherheitsrat, werde sich jedoch gegen jede Verlängerung aussprechen, die logistische oder operative Unterstützung durch die UN beinhalte. In einem Regierungsschreiben der USA vom 1. Juli hieß es zudem, interne Rivalitäten und politische Machtkämpfe in der Regierung untergrüben den Kampf gegen al-Schabaab und die Extremistenmiliz 'Islamischer Staat'. Ein Sprecher des US-Außenministeriums bestätigte, dass die USA die Einsätze des UN-Unterstützungsbüros in Somalia (UNSOS) nicht länger mittragen werden. Trotz dieser Investitionen sei Somalia nicht in der Lage gewesen, die Fortschritte im Kampf gegen die Extremisten eigenständig aufrechtzuerhalten. Der somalische Parlamentsabgeordnete Ahmed Koshin sagte Reuters, die Entscheidung werde gewaltige Konsequenzen für sein Land haben. Die AU-Kommission informierte ihre Mitglieder am Donnerstag und warnte vor erheblichen Auswirkungen auf Finanzierung und Einsatzfähigkeit. Die Mission unterstützt die fragile somalische Regierung gegen al-Shabaab, die große Teile Süd- und Zentralsomalias kontrolliert. Ein UN-Sprecher erklärte, die Entscheidung werde intern diskutiert, man stehe in Kontakt mit AU und somalischer Regierung."
|
||
}
|
||
]
|